Warum schreibt der?
Wie bin ich dazu gekommen jetzt, mit 61 noch anzufangen zu bloggen? Das man mit geschrieben Texten Menschen berühren kann, sieht man ja nicht nur bei den Buchmessen nicht nur in Deutschland.
Angefangen hat es damit, dass die größte Schwester meiner Frau an Krebs verstarb. Sie war alleinstehend ohne eigene Familie, aber wie ihre Geschwister und damit ja auch meine Frau und ich sie auf ihrem letzen Weg, zuletzt auch im Hospiz, begleitet hat, hat in mir was ausgelöst. Ich musste meine Emotionen einfach loswerden. Niederschreiben. Und so fing ich an. Eigentlich bin ich auch gar nicht richtig fertig geworden, weil ich irgendwann nur noch heulend vorm Tablet saß. Habe es aber trotzdem ausgedruckt, weil ich dachte es könnte ja auch meiner Frau bei der Trauer helfen. Sie sagte nur ich müsse das unbedingt zur am Nachmittag stattfindenden Besprechung zur Trauerfeier mitnehmen. Also habe ich es auch dort heulend vorgelesen und alle am Tisch haben geheult. Sogar auch die Bestatterin und die Trauerrednerin, die mich bat meinen Text zum Gerüst der Trauerrede zu machen.
Später habe ich dann gemerkt, dass ich in der Lage bin, andere Menschen mit meinen geschriebenen Texten zu berühren. Im Fediverse, auf Geburtstags- und Weihnachtskarten, bei der Blognacht. Alles was sein muss, ich muss in Stimmung und authentisch sein.
Was habe ich mich neulich geärgert, dass ich keine Beschreibung einer der Collierunden nicht aufgeschrieben habe. Aber für wen hätte ich es schreiben sollen? Nun habe ich ja den Blog und hier kommt es rein. Also ich bin schon genauso gespannt wie ihr hoffentlich. Und als erster Blog kommt gleich mein Beitrag zur letzten Blognacht.
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